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Kinobesuch der 5A und 8B: Schachnovelle

Schachnovelle

Im Rahmen des Deutschunterrichts besuchten die Klassen 5A und 8B gemeinsam mit ihren Professoren Patrick Durchschlag und Katharina Sturm am Dienstag, den 05.10.2021, das Filmdrama „Schachnovelle“ im Wulfenia-Kino. Die Verfilmung von Stefan Zweigs Novellenklassiker fand durch die beeindruckende Leistung der Schauspieler großen Anklang, sorgte aber auch für reichlich Gesprächsstoff unter den Schülerinnen und Schülern:

Meiner Meinung nach ist der Film vor allem sehr sehenswert, wenn man zuvor die Novelle dazu gelesen hat. Der Inhalt wird bestens durch die Verfilmung dargestellt. Dies ist besonders gut erkennbar an der Inszenierung des Verlaufes der Schizophrenie, der der Protagonist im Laufe des Filmes immer mehr zum Opfer fällt. Zudem sind die Rückblicke in die Vergangenheit der Hauptfigur schlüssig in die Rahmenhandlung auf dem Boot eingegliedert und werden durch Erinnerungen wie eine Armbanduhr oder das Schachbrett hervorgerufen.

Am Ende vermischen sich jedoch die Grenzen zwischen der Vergangenheit, Gegenwart und Einbildung des Hauptcharakters, sodass viele Interpretationsmöglichkeiten offenbleiben, wie nun der wahre Ausgang der Geschichte aussieht.

Lia-Sara Hirschegger, 8B

Sowohl mir als auch meiner Klasse hat der Film sehr gefallen. Er sticht einerseits durch die schauspielerische Leistung der Charaktere, andererseits durch die verschiedenen interessanten Handlungsstränge heraus. Die Schachnovelle ist dem Buch recht treu geblieben, obwohl einige Details weitererzählt und gestreckt wurden. Viele Stellen des Filmes lassen Raum zur Interpretation, was aber nicht bedeutet, dass das Endprodukt nicht durchaus vollständig und sehenswert ist. Wie zu erwarten, ist er an manchen Stellen recht brutal, sollte also nicht von Schülern unter 14 Jahren gesehen werden. Da der Film in der NS-Zeit spielt, ist diese Gewalt allerdings notwendig, damit er realistisch ist.

Michelle Meisen, 8B

Der Film schildert im Wesentlichen die Verwandlung des lebensfrohen, arroganten Notars Josef Bartok in einen gebrochenen Mann. Der körperliche und geistige Verfall während der Haft zeigt sich primär anhand der beeindruckenden Verkörperung durch Oliver Masucci und wird beispielsweise durch die stetige Verschlechterung der Einrichtung bzw. der allgemeinen Umstände in Bartoks Gefängnis unterstrichen. Im Gegensatz zur überaus gelungenen Binnenhandlung ist die Darstellung der Rahmenhandlung weniger gut geglückt, was sich dadurch zeigt, dass die Massenszenen keine natürliche Dynamik haben. Den Komparsen fehlt es an Authentizität. Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Literaturverfilmung, ganzheitlich betrachtet, eine gute Ergänzung zur Lektüre ist. Die Geschichte des Dr. B. zeigt sich in der Verfilmung in einer sehr eindringlichen Weise.

Tina Tenzin Wangmo Gi, 8B

Die neue Verfilmung des Buches „Schachnovelle“ hält für Besucher aller Art eine ganze Menge bereit. Von exzellenter schauspielerischer Darbietung bis hin zu einem authentischen und nervenkitzelnden Kinobesuch ist alles dabei. Die Verfilmung ist in vielen Aspekten dem Buch gleich, doch durch das Eliminieren der Erzählperson rückt man als Zuseher näher an die Hauptperson, Josef Bartok, und ihren subjektiven Blickwinkel heran. Zudem ist der Erzählbogen weit gespannt und viele Details wurden hinzugefügt. Durch die formale Abänderung versucht der Film also keine Kopie des Buches zu sein, sondern einen eigenen Ankerpunkt zu finden.

Der Film ist meiner Ansicht nach gut gelungen. Manche Szenen, vor allem der Anfang des Films, strecken sich etwas, doch zum Ende hin wird es immer spannender, verwirrter und dramatischer bis hin zu dem reichlich diskutierten Ende, das viele Fragen offenlässt.

Marie Kraßnitzer, 8B

Der Film an sich ist mehr oder weniger mittelmäßig, doch das wird durch die unglaubliche schauspielerische Leistung des Hauptdarstellers ausgeglichen. Teilweise zieht sich die Geschichte, in meinen Augen hätte man einige Szenen der Gefangenschaft des Protagonisten in seinem Nicht-Tun nicht so lang machen müssen. Auch gibt es ein paar Verwirrungen, da es manchmal nicht genau erkenntlich ist, ob die Situation seinen Visionen oder der Realität entspricht. Ansonsten habe ich aber keine großen Kritikpunkte, insgesamt hat mir der Film gefallen und er gibt eine gute Darstellung dieser psychischen Brutalität des Konzepts, mit dem Dr. B. gefoltert wird. Ebenso denke ich, dass man danach eine bessere Vorstellung davon hat, dass Menschen so etwas Unmenschliches tun.

Emma Rodiga, 5A

Mir hat der Film fast ausgezeichnet gefallen. Der Schauspieler, der Dr.B. gespielt hat, war meiner Meinung nach richtig gut, auch die anderen Schauspieler waren nicht so schlecht. Ich habe es auch besonders gut empfunden, dass die Vergangenheit sich mit der Gegenwart vermischt hat. Um ehrlich zu sein, habe ich mir etwas anderes bei dem Film erwartet, etwas Ruhigeres, um nicht zu sagen etwas Langweiligeres, aber ich bin sehr positiv überrascht worden. Der Film hat mich auch zum Nachdenken angeregt, und man hat fast das Gefühl gehabt, selbst in einem psychischen Trauma zu stecken. Es ist es auf alle Fälle wert gewesen, diesen Film anzusehen.

Als ich das Kino verlassen habe, fühlte ich mich, als wäre ich selbst in einem psychischen Tunnel gefangen – ohne Ausweg. Es hat wirklich mehr auf mich gewirkt, als ich das davor erwartet hätte. Ein kleiner Kritikpunkt im negativen Sinne ist für mich, dass der Anfang ein wenig künstlich in die Länge gezogen wurde, sonst war es aber ein sehr guter Film.

David Hölbling, 5A

Obwohl der Film dem Buch nicht sehr ähnelt, gefällt mir die Interpretation des Regisseurs. Zwar sind die Übergänge zwischen Vergangenheit und Gegenwart sehr verwirrend, jedoch habe ich am Ende des Films alles verstanden. Die schauspielerische Leistung ist unglaublich gut, sie hat mich komplett mitgerissen.

Alexandra Catuna, 5A