BG/BRG Lerchenfeld
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Der gekrönte Kuckuck
Andreas Allesch

Seit Tagen schon, ist alles still.
Nur leise tickt die Kuckucksuhr.
Der Kuckuck länger schlafen will.
Langsam drehen sich die Zeiger nur.
Was früher warn der Stunden drei,
Ist in neun jetzt erst vorbei.
Wo früher hektisch Arbeit ward,
Ist heute schon dem Menschen fad.

Sosehr die Sonne auch frohlockt,
Und Wolken nichts verdecken,
Man lieber in der Stube hockt,
Um sich nicht anzustecken.
Und jetzt wo jeder hat mehr Zeit,
Macht sich die Langeweile breit.
Doch nicht bei jenem der sie ehrt,
Die Zeit mit ihrem hohen Wert.

Nur dieser weiß auch wirklich dann,
Wenn er sich stark besinnt,
Was mit seiner Zeit anzufang‘,
Egal ob die Vernunft gewinnt.
Dem kommt’s letztendlich auch zu Gute,
Dass die Welt auf einmal ruhte.
Zwischen Panik und Zufriedenheit,
Entscheiden Leid und Glückseligkeit.

Doch ist der Kuckuck gar in Eile,
Und schreit wie früher jede Stund‘,
Lebt er nur eine kurze Weile,
Und lange bleibt er nicht gesund.
Drum wartet er in seinem Häuschen,
Still und leise, wie ein Mäuschen,
Gekrönt mit einem Lorbeerkranz,
Geduldig auf den nächsten Tanz.