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Ein Talent, das den Trainer staunen lässt!

Vasily Klimov

Der Kosmopolit Vasily Klimov begann vor einem Jahr mit Sprints und hält schon zwei österreichische Rekorde. Auch in der Schule glänzt der 14-Jährige mit Leistung.

Von Mario Kleinberger

Vor knapp fünf Jahren kam Vasily Klimov mit seinen Eltern nach Kärnten. Der in Moskau geborene Bursche zog mit drei Jahren mit seiner Familie nach Kiew (Ukraine), wo nach sechs Jahren erneut die Sachen gepackt worden sind und Laibach das Ziel war. 15 Monate später wurden in der slowenischen Hauptstadt die Zelte abgebrochen. Nun scheint es so, dass seine Familie und er angekommen sind. „Es gefällt uns extrem gut hier in Kärnten, wir fühlen uns total wohl", sagt er.

Der erste sportliche Weg führte Klimov zum KAC, dort lief er mit Begeisterung und mit flinken Beinen dem Ball hinterher. Im Lerchenfeld-Gymnasium fiel seinem Turnlehrer seine ungewöhnliche Schnelligkeit auf und empfahl ihm, sich einem Leichtathletik-Verein anzuschließen. Vor einem Jahr spulte der äußerst intelligente Bursche, der mehrere Sprachen spricht, seine erste Trainings­einheit beim KLC in der Leopold-Wagner-Arena herunter. Trainer Urgestein Robert Kropiunik traute seinen Augen nicht. „Nach den ersten fünf Schritten habe ich gewusst, dass es sich um ein außergewöhnliches Talent handelt. Ich bin nun 60 Jahre in diesem Geschäft tätig, hatte Stefanie Graf oder Karoline Käfer unter meinen Fittichen, aber in dieser Form habe ich es noch nicht erlebt", kommt er aus dem Schwärmen nicht heraus und fügt hinzu: „Die Natur hat ihn mit äußerst schnellen Muskeln beschenkt."

Talent ist die eine Sache, harte Arbeit aber der Weg zum Erfolg. Beim Meeting in Villach am Samstag zeigte Klimov was er nach einem Jahr Training draufhat. Er stellte mit 7,10 Sekunden über 60 Meter einen neuen österreichischen U16- Rekord auf. Damit verbesserte Klimov, der in seinem Zeugnis nix Schlechteres als einen Zweier stehen haben wird, die Bestzeit um acht Hundertstel. „Es herrschten 1,3 Meter Gegenwind, da hat Vasily ein Zehntel verloren", erklärt Kropiunik. Sein Schützling stellte schon im Jänner in der Halle bei seinem ersten Wettkampf über 50 Meter mit 6,25 Sekunden den U16- Rekord auf. „Wir haben hier beim KLC ein gutes Umfeld, da hat er mit Pullnig, Kaiser oder Karlin einen gesunden Konkurrenzkampf", so der Coach.

Nun nimmt Klimov die 100 Meter ins Visier, am 26. Juni wird er in Villach erstmals über diese Strecke schauen, was für ihn möglich ist.

Bericht der Kleinen Zeitung, 22.06.2020, Seite 39