BG/BRG Lerchenfeld
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Die spannende Geschichte von Gunter-Olaf

Hallo, mein Name ist Gunter-Olaf. Ich bin gerade mal acht Monate alt und muss schon zur Vogelschule. Ich bin ein kleiner schwarzer Rabe mit blau-schwarzen Augen.
„Gunter, komm jetzt endlich runter!!! Du bist schon seit einer Woche da oben in der Krone. Bitte. Heute beginnt die Schule wieder. Um neun Uhr musst du in der Schule sein. Bitte, komm jetzt runter. Heute lernt ihr, meines Wissen fliegen und jagen.“ Ich wollte aber nicht. Ich bin da oben, da mein Vater vor einer Woche von einem Jäger erschossen wurde. Da meine Mutter aber keine Ruhe gab, hatte ich keine Wahl. Ich sprang die einzelnen Äste herunter und aß die Insekten, die sie auf den Ast gelegt hatte. Als ich fertig war, hüpfte ich in die Schule, da ich noch nicht richtig fliegen konnte. Dort angekommen, begrüßten mich meine beiden besten Freunde Adolf und Robert. Auf unserem neuen Schulast sah ich, direkt vor mir, Gunhilde ein wunderschönes Rabenmädchen mit einer bezaubernden Stimme, wunderschönen Federn und hinreißenden blauen Augen. Da sie aber schon einen Raben hatte, hatte ich keine Chance bei ihr. Die Schule war vorbei, ich konnte endlich richtig fliegen, es war zwar noch etwas wackelig, aber es ging. Als ich auf dem Weg nach Hause war, sah ich auf einmal ein verletztes Rabenmädchen am Boden liegen. Ich landete neben ihm und bemerkte, dass es Monique aus unserem Schulbaum war. Sie hatte sich den Flügel beim Flugtraining gebrochen und konnte nicht mehr weiter nachhause fliegen.
Ich half ihr behutsam auf und brachte sie zu mir nach Hause. Meine Mutter kümmerte sich sofort um Monique und benachrichtigte ihre Eltern, dass sie noch ein Weilchen bei uns bleiben müsse. Da sie einverstanden waren, holte meine Mutter frische Käfer zum Abendessen, da wir in der Schule zu Mittag gegessen hatten. Als es Zeit zum Schlafengehen war, half ich ihr auf unseren Gästeast. Am Morgen ging ich nicht in die Schule, da ich einen passenden Zweig für Moniques Flügel suchen musste. Ich fand nicht nur einen Zweig, sondern auch ein Band, das ein junges Menschenmädchen verloren hatte. Ich nahm es ebenfalls mit zu mir. Meine Mutter verband Moniques Flügel und holte etwas zu essen. Sie fragte mich, was ich von ihr halte und erzählte mir, wie es zum Flügelbruch überhaupt gekommen war.
Sie erholte sich langsam aber sicher. Als sie wieder in die Schule gehen durfte, hatte sie zwar noch immer die Schiene am Flügel und musste gehen, aber da ich sie begleitete, war sie nie alleine. Als wir wieder einmal zusammen in die Schule gingen, kam auf einmal ein riesiges Menschenkind auf uns zu. Es war ein Mädchen, das in die Schule musste. Es sah uns und merkte, dass das blau-lila getupfte Band, das ich einmal gefunden hatte, ihm gehörte und rannte auf uns zu. Wir hatten keine Angst vor ihm und blieben einfach seelenruhig stehen. Als es probierte Monique aufzuheben, biss ich sie in ihr nacktes Bein. Als das Mädchen weinend loslief, um zu seiner Mami zurückzukommen, hüpfte Monique auf mich zu und sagte ganz leise, dass sie mich liebe. Ich sagte es auch zu ihr und wir zogen in einen großen wunderschönen Baum in einem Hof einer großen und schönen Schule namens BG Lerchenfeld. Monique und ich leben glücklich und zufrieden inmitten der netten Menschen.
Moniques Flügel ist schon wieder vollständig verheilt. Sie erzählte mir, dass sie nur so wehleidig getan hatte, weil sie es so schön fand, wie ich mich um sie kümmerte.
Wir haben nun zwei nette und freche Rabenbabys und sie müssen auch zur Schule wie jeder andere. Es macht ihnen sogar Spaß und sie gehen gerne in die Schule, weil sie neugierig sind und immer neue Sachen lernen wollen.

Saly Amin, 2B