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11 Stolpersteine - 11 Lebensgeschichten. Auf Spurensuche in Klagenfurt

Stolpersteine

Am Vormittag des 6. Mai 2013 begaben sich die Schülerinnen und Schüler der 4S mit Geschichteprofessor OStr. Karl Kikel und Begleitlehrer Albert Pulferer in die Innenstadt, um von Frau Dr. Nadja Danglmaier vom VEREIN ERINNERN einiges über jene 11 jüdischen Opfer des Nationalsozialismus zu erfahren, zu deren Gedenken erst im März 2012 vom deutschen Künstler Gunter Demnig STOLPERSTEINE vor den letzten Wohnhäusern der Opfer in den Gehsteigboden eingelassen worden waren.

Die Schüler bekamen zunächst den Auftrag, in Kleingruppen die STOLPERSTEINE zu finden, sichtbar zu markieren und sich Geburts- und Todesdatum der Opfer zu notieren, um dann zum Ausgangspunkt beim Lindwurm zurück zu kehren.

Anschließend suchte die gesamte Gruppe die einzelnen STOLPERSTEINE auf und hörte von der Referentin einiges über die bedauernswerten Biographien der Opfer der Familien Neumann, Preihs und Zeichner. Dann wurde jener Ort in der Platzgasse besucht, wo einst das jüdische Bethaus, die Synagoge, gestanden hatte. Die Gruppe löste sich dann im Burghof auf, wo die Gestapo während der NS-Zeit ihr Quartier hatte und der Leidensweg für sehr viele der Opfer begonnen hatte. Nichts erinnert im Innenhof der Burg an diese grausige Vergangenheit des Gebäudes, die Besucher werden darauf hingewiesen, dass sich hier vor 500 Jahren eine Universität befunden hatte, nicht aber, dass Menschen vor 70 Jahren hier gefoltert, gequält und auch ermordet worden sind.

Beim nächsten Besuch des Herrn Demnig in Klagenfurt werden STOLPERSTEINE gesetzt, die nicht nur an die jüdischen Opfer der NS-Zeit erinnern werden. Zu den Opfern hatten neben den Juden Sinti und Roma, politische Gegner, Slowenen, Zeugen Jehovas und Homosexuelle gezählt.

11-stolpersteine-in-klagenfurt-verlegt
klagenfurt_stadtrundgang
Nadja Danglmaier - Die judische Gemeinde in Klagenfurt.pdf

Albert Pulferer