BG/BRG Lerchenfeld
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ERINNERN AM EHEMALIGEN KONZENTRATIONSLAGER LOIBL-NORD
AM 14. Juni 2014

LH Kaiser
LH Kaiser : Wichtiger Schritt in der Erinnerungsarbeit und Gedenkkultur des Landes - Appell: "Nie wieder" und "Wehret den Anfängen" - LPD 14.06.2014

Verein Erinnern
Univ. Prof. Dr. Peter Gstettner von „Mauthausen-aktiv“ und „Verein Erinnern“ mit seinen Gästen am Ort des ehemaligen Grauens

Die Schülerin Iva Gutic und der Schüler Pascal Gebeneter sind beim Erinnern als Stimmen der Jugend vernehmbar gewesen. Herr Direktor OStR Karl Heinz Rosenkranz ist ebenfalls vor Ort gewesen.
Iva Gutic Schülerin der 7B Klasse am BG/BRG Lerchenfeld

Warum ist trauern wichtig?

Der Engel des Trauerns.
Gedanken aus dem Buch "50 Engel für das Jahr" von Anselm Grün

Bei Trauer denken wir sofort an die Trauer um einen Verstorbenen. Das ist wohl auch der Ernstfall des Trauerns.
Wer die Trauer um einen geliebten Toten, etwa um den verstorbenen Vater oder die verstorbene Mutter, überspringt, der blockiert seinen Lebensfluss. (...)
Wenn wir durch die Trauer hindurchgegangen sind, dann können wir eine neue Beziehung zu dem Verstorbenen aufbauen, dann wird er für uns zu einem inneren Begleiter. Er ist nicht einfach verschwunden. Wir begegnen ihm manchmal im Traum. Da kann er uns Worte sagen, die uns weiterhelfen. Oder er erinnert uns einfach daran, dass wir etwas von dem bräuchten, was er dargestellt hat. (...)
Der Engel des Trauerns möchte Dich einweisen in die Kunst, Vergangenes und Ungeklärtes aufzuarbeiten und es hinter Dir zu lassen. (...)
Vielleicht wird Dir der Engel der Trauer auch Menschen schicken, die Dir beistehen in Deiner Trauer, die Dich verstehen, die mit Dir fühlen und Dir die Augen öffnen für das, was sich Dir jetzt als neue Möglichkeit eröffnet.
Pascal Gebeneter (Schüler der 7B Klasse am BG/BRG Lerchenfeld)

Warum ist erinnern wichtig?

Ich freue mich, heute hier sein zu können um aufzuzeigen, wie wichtig das Erinnern für uns ist. Viele junge Menschen haben es satt, dass sich immer wieder neue Gruppierungen formieren, die rechtsextremes und ausländerfeindliches Gedankengut weitertragen, dass diskriminierendes und hetzerisches Gedankengut immer noch präsent ist und leider immer wieder Zustimmung findet.
Wir wollen junge Menschen so früh wie möglich sensibilisieren, ihnen die Hintergründe dieses Gedankengutes aufzeigen.
Wir wollen hellhörig machen, wenn mit diskriminierender Hetze einfache Antworten auf schwierige Fragen gegeben werden.
Es sollte uns wichtig sein, den Geschehnissen mit all ihren dunklen Kapiteln zu gedenken, diese aber nicht als Geschichte abzustempeln, sondern an ihren gegenwärtigen Anknüpfungspunkten zu arbeiten.
Einige Teile unserer Gesellschaft wollen den Mantel des Schweigens über die Vergangenheit legen. Es wäre ihnen ganz recht, nicht mehr von "gestern", von scheinbar" längst Vergangenem" zu reden, nach dem Motto: "Das ist doch längst vorbei". Wer nicht bereit ist, das Vergangene zu verarbeiten, wird die Gegenwart niemals verstehen. Deshalb ist das Erinnern für uns so wichtig.