BG/BRG Lerchenfeld
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Zeitzeugenvortrag der Klassen 4a und 4b

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Am Freitag, den 5. Dezember 2014, kam uns ein Zeitzeuge aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs besuchen. Er hieß Franc Kukovica und wuchs in Unterkärnten auf. Herr Kukovica brachte uns viele Unterlagen wie z. B. seinen Pass, ein Volksschulheft oder andere Dokumente mit. Das war sehr interessant, doch teilweise auch etwas erschreckend, weil sein Name für eine gewisse Zeit vom NS-Regime geändert wurde. Er erzählte uns viele Ereignisse und Begebenheiten aus seiner Schulzeit, wie die Nationalsozialisten slowenische Bücher verbrannten und seine Mitschüler und er in der Turnstunde den Hitlergruß lernen mussten. Keiner durfte in dieser Zeit ein Wort Slowenisch sprechen, denn das sei ein Verstoß gegen die ‚Regeln‘ gewesen und man wurde sofort hart bestraft. Der Vortrag von Herrn Kukovica war sehr lehrreich und auch unterhaltsam. Andrerseits war es erschreckend zu hören, dass er sogar Tote gesehen hatte. Er sagte uns, wenn zwei Feinde aufeinanderstoßen würden, entstehe immer ein Kampf.

Für unsere Klasse war es ein hervorragender Einblick in die Zeit der nationalsozialistischen Diktatur in Kärnten, der uns sehr zum Nachdenken anregte.

Caterina Aicher im Namen der Schülerinnen und Schüler der 4a

Am Freitag, den 5. Dezember 2014, kam Herr Kukovica in der zweiten und dritten Stunde in unsere Klasse, um uns über seine Zeit als Klein- bzw. Schulkind zu erzählen. Als er in die erste Klasse gekommen sei, so erzählte er uns, sei Österreich zur Ostmark geworden. Im Land und auch in der Schule änderte sich dadurch sehr viel. Die Namen vieler Leute und sein eigener Familienname wurden verändert, was seinem Vater einen Wutausbruch bescherte, den uns Herr Kukovica sehr eindrucksvoll vorführte. Die Zeit unter der Herrschaft Adolf Hitlers war jedoch sehr gefährlich für seine Familie, weil besonders sein Vater ein strikter Gegner Hitlers und des NS-Regimes war. Der Vater hörte oft das englische BBC-Radioprogramm, um für die Partisanen Nachrichten „direkt vom Feind“ mitzuschreiben, die er ihnen dann übergab.

Es war ein sehr lehrreicher und über weite Strecken auch lustiger und sehr gut formulierter Bericht aus vergangener Zeit. Ich hoffe, dass uns Herr Kukovica noch öfters besuchen kommt, da wir solche Zeitzeugenberichte dringend benötigen, um uns ein Bild von dieser Zeit machen zu können, das über die Theorie im Unterricht hinausgeht.

Herzliches Dankeschön an Herrn Kukovica sowie an Herrn Prof. Durchschlag und an Frau Prof. Binder, die uns diesen wunderbaren Vortrag ermöglicht haben.

Alfred Stromberger im Namen der Schülerinnen und Schüler der 4b