BG/BRG Lerchenfeld
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Nepal 2017

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16. Dezember, 2017
Tagesrückblick

Nach einem nahezu problemlosen Flug und zirka zwei bis drei Stunden Schlaf wird nach der Landung in Kathmandu (Nepal) die erste Überraschung festgestellt: Es werden keine Atemschutzmasken benötigt. Eine klare Sicht erlaubt es sogar, einige vergletscherte Gipfel des Langtang Himals zu sehen und zu bewundern. Angekommen bei dem buddhistischen Swayambhunath Tempel im Westen der Hauptstadt, findet man Makaken, Affengesellschaften, welche durch ihre rasante Vermehrung seit dem Erdbeben im Jahr 2015, kaum noch vor Schnappschüssen sicher sind. Nach einem interessanten Vortrag, gehalten von Hr. Sraj Pandyal, kommend von der Himalayan Rescue Organisation, wird der Appetit von der indischen Küche wunschlos gesättigt und die Erholung im KTM Guest House, eine Oase im Bezirk Thamel, für den nächsten Tag beginnt.

17. Dezember, 2017
2. Tagesrückblick

Indische Curries und/ oder Omeletten kombiniert mit erfrischendem Kaffee füllen den leeren, hungrigen Magen in der Früh, während des Buffets, bevor es zu Fuß in die Stadt, zum Mountainbike-Verleih geht, bei welchem die Gruppe anschließend in zwei Teams – Team NORD und Team WEST - aufgeteilt wird, um so die Stadt zu erkunden, und es wird schnell klar, wer bremst verliert und nur der Stärkste gewinnt und überlebt. (Ein Nepalese wird zu seinem Unglück von einem unserer Fahrer mit dem Rad ergriffen…) Jedoch zaubern die Teams den Einheimischen mit ihrem Auftreten, als österreichische, Helme tragende Weißbrote, fahrend auf modernen Drahteseln, immer wieder ein Lächeln ins Gesicht und sorgen vor allem bei nepalesischen Schülern für nicht wenig Aufmerksamkeit.
Im Gegensatz zum Vortag ist es heute notwendig, Atemschutzmasken zu tragen. Sobald der Trubel der Stadt jedoch zurückgelassen wird, entscheidet man sich, sie doch für einen Moment abzusetzen. Nach einer kurzen Freude, die große Enttäuschung. Die Wege sind derartig trocken, dass der aufgewirbelte Staub einem den Atem nimmt und dazu zwingt, den Mundschutz wieder sein Gesicht schmücken zu lassen. Schon nach kurzer Zeit ist eine sichtbare Schmutzschicht am eigenen Körper zu finden, doch was gibt es besseres, als einen gratis UV- und Stechmücken-Schutz?
Rechtzeitig nach dem Radausflug wird man nun mit einem Vortrag (der Himalayan Rescue Association), welcher das Thema der Höhenmedizin behandelt, auf Gipfeln den hellen Urin zu schätzen und das Kopfweh zu Fürchten lehrt, berieselt.
Anschließend folgt eine Busfahrt in Richtung Unterkunft und ein selbstgestaltbarer Abend, um die Erlebnisse und Eindrücke mit all seinen Sinnen reflektieren zu können und so neue Energie für den nächsten Tag zu sammeln.

18. Dezember, 2017
3. Tagesrückblick



Tagwache, wie beim Militär üblich, um 5 Uhr Früh, um unsere Reise um 5:30 problemlos zu beginnen. Leider hatte einer unserer Kameraden eine schlaflose Nacht, geprägt von Übelkeit und Erbrechen. Aber auch diese Eskapaden konnten uns nicht davon abhalten, die Reise pünktlich zu beginnen.
In zwei verschieden Bussen kämpften wir uns durch starken Smog und noch stärkeren Frühverkehr. So haben wir Kathmandu verlassen und es ging ab ins Landesinnere. Enge Bergpassagen und tiefe Abhänge flößten uns anfangs große Angst ein, die bei einigen auch bis zum Ende anhielt.
Nach einer gelungenen Frühstückspause ging es weiter Richtung Himalaya. Über zahlreiche Berge und tiefe Täler gelangten wir pünktlich zum Mittagessen in ein kleines Dorf.
Die Behausungen aus Wellblech und Pappdeckeln, welche aber dennoch mit Satellitenschüsseln und Solarzellen ausgestattet waren, verschlugen uns beim ersten Anblick die Sprache. Nach einem üppigen Mittagessen ging es schließlich weiter. 
Wir kämpften uns mit unseren Bussen bis auf 2996 Meter nach oben. Von dort aus konnten wir schon einen kurzen Blick auf den majestätischen Mount Everest und auf andere Achttausender werfen. 
Beim Anblick unseres Hotels wollten einige lieber wieder zurück in den Bus klettern. Aber nach einem frischen und deftigen Abendessen wurden die Gemüter wieder beruhigt. 
Doch unsere beiden heutigen Autoren mussten sich noch einer Herausforderung stellen: Ein Killerhund, welcher in ihrem Zimmer genüsslich einen abgetrennten Hühnerkopf verspeiste. Doch die mutigen Autoren schlugen ihn furchtlos in die Flucht und konnten so beruhigt den Rest des Abends mit den anderen genießen.
Ein herzliches Namaste von den tollkühnen Hundebezwingern

Nick Parak und Paul Bernhard

19. Dezember, 2017
4. Tagesrückblick



Nach einer harten Nacht vieler unserer Teilnehmer, verursacht durch Übelkeit und Erbrechen, begannen wir den Tag mit einem nahrhaften Frühstück. Während wir genüsslich speisten, wurden unsere Rucksäcke von den tüchtigen Trägern bereits auf ihre Rücken aufgeladen. Überrascht von ihrer Tragfähigkeit starteten wir den ersten Marsch unserer zwei wöchigen Trekkingtour. Nach den ersten paar Kilometern gesellte sich ein vierbeiniger Freund zu uns und begleitete uns für etwa eine Stunde. Nachdem wir ein vierstündiges Bergauf- und ab gemeistert hatten, gelangten wir zu einer kleinen Schule, wo viele interessierte Kinder auf uns warteten. Als nette Geste überreichten wir den Schülern Geschenke, in Form von Schulsachen, woraufhin ihre Augen voller Freude strahlten. Um unsere gute Tat zu belohnen, wartete anschließend ein ausgiebiges Mittagessen auf uns. Daraufhin folgte ein über längere Zeit andauernder steiler Anstieg, welcher uns ziemlich ins Schwitzen brachte. Am Ende dieses Weges erreichten wir unseren heutigen Höhepunkt, auf zirka 3000m Seehöhe. Ein dort liegendes Tor, eröffnete uns einen fortlaufenden Abstieg, mit wunderschönem Panoramaausblick. Auf dieses Ereignis folgte die letzte unserer Teepausen. Schlussendlich erreichten wir unsere Lodge, in der wir uns nun von diesem anstrengenden Tag erholen werden. Unser größtes Lob am heutigen Tag, geht an unseren tapferen Mitstreiter Paul, der nach einer wirklichen Höllennacht und in ziemlich schlechter Verfassung, diese insgesamt acht Stunden Tour gemeistert hatte.


Namaste von Andreas Kager, Thomas Tscheppe und Benjamin Svoboda