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Zeitzeugenvorträge 4S2, 7A

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Am 13.03.2018 besuchten uns im Rahmen des Geschichteunterrichts bei Herrn Professor Durchschlag die anerkannte Zeitzeugin Hermine Liska und ihre Begleiterin Esther Dürnberger.

Mit einer spannenden Präsentation führte uns Frau Dürnberger in die NS-Zeit ein.

Die am 12.April 1930 in Kärnten geborene Hermine Liska berichtete uns anschließend über ihre Kindheit und den Widerstand der Zeugen Jehovas gegen die Nationalsozialisten. Damals in der Schule verweigerte sie den Hitlergruß und wurde deshalb von Mitschülern gehänselt und schließlich mit elf Jahren ihren Eltern weggenommen. Daraufhin kam sie in Erziehungsheime in Waiern und München, wo sie trotz Angst vor einer Bestrafung sich selbst und ihrem Glauben treu blieb und den Hitlergruß und den Beitritt zum Bund Deutscher Mädchen weiterhin verweigerte. Erst zu Kriegsende durfte Hermine wieder nach Hause zurückkehren. Durch diesen Vortrag, der auch schreckliche Erzählungen über Elend und verschiedene Krisensituationen beinhaltete, lernten wir es zu schätzen, dass wir in einem Land leben, in dem Frieden und Wohlstand herrschen.

Im Namen der 4s2 bedanke ich mich herzlich bei den beiden Damen für diese einmalige Erfahrung.

Helena Pilarz (4s2)


Am 13. März 2018 bot sich der 7A-Klasse eine außergewöhnliche Chance. Im Rahmen eines Zeitzeugenvortrags durften wir, nur einen Tag nach dem 80. Gedenktag des österreichischen Anschlusses an das Deutsche Reich, aus erster Hand erfahren, wie politische Gegner und unerwünschte Religionsgruppen unter Hitler und den Nationalsozialisten zu leiden hatten. Der Vortrag wurde vom Verein Lila Winkel und Frau Esther Dürnberger durchgeführt und von Herrn Professor Durchschlag organisiert.

Frau Liska erzählte, wie sie den Anschluss damals als achtjähriges Mädchen am elterlichen Hof im Görtschitztal wahrnahm und wie sich schlagartig alles änderte. So durfte beispielsweise in der Schule nur noch mit “Heil Hitler“ gegrüßt werden. Das als Zeugin Jehovas erzogene Mädchen verweigerte dies jedoch ebenso wie den Gang zum Bund Deutscher Mädchen. In der Folge wurden sie aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit und der Wehrdienstverweigerung des Vaters dem Einfluss ihrer Eltern entzogen und kam in mehrere Heime zur Umerziehung. Doch sie blieb standhaft und sich und ihren Überzeugungen treu.

Frau Liskas Erzählungen haben uns berührt und einen tiefen Eindruck hinterlassen. Ebenso spannend war die vorhergehende Präsentation von Frau Dürnberger, welche uns im Vorfeld einen Eindruck über die NS-Zeit verschaffte.
Wir möchten uns für diese Erfahrung sehr herzlich beim Verein Lila Winkel, bei Frau Dürnberger und natürlich vor allem bei Frau Hermine Liska bedanken.

Dominik Zuschlag (7a)